Volker Stanges Caravanprojekt

Nicht mit dem Caravan, aber mit dem Elektroauto zur Hochzeit

In unserer Familie bin ich nicht der einzige, der sich für alte oder neue Fahrzeugtechnik begeistert. Fast jeder männliche Spross hat ein oder mehrere alte Automobile in seiner Garage stehen, an denen er in seinen Mußestunden herumbastelt. Deshalb geht es bei unseren Familientreffen auch immer nur um ein Thema: Autos, Getriebe, Autorennen, Caravans, Dieselmotoren, Schleifringläufermotoren und andere Elektromotoren.
Mein Neffe aus Hannover hat sich nämlich auf Elektroautos spezialisiert, wohl auch wegen seiner Ausbildung als Elektriker. Er hatte selbst schon einige mit Elektromotoren geriebene Gefährte gebastelt und damit sogar schon viele Seifenkistenrennen gewonnen. Natürlich ist er über die Entwicklung auf dem Automarkt in Richtung Elektroantrieb sehr glücklich. Und nun konnte er sich, pünktlich zu seiner Hochzeit in Hannover ein modernes Elektroauto kaufen. Genauer gesagt handelt es sich um einen Hybridantrieb, also eine Kombination aus Verbrennungs- und Elektromotor. Mit diesem tollen Auto hat er seine Braut eigenhändig zur Kirche gefahren, obwohl es ja eigentlich nicht üblich ist. Doch diese Freude wollte er sich nicht nehmen lassen, hatte er doch schon so lange dafür gespart und sich auf diesen großen Tag gefreut.
Das erinnert mich natürlich an meine eigene Hochzeit, denn auch damals hatte ich ein besonderes Gefährt für die Fahrt zur Kirche ausgewählt: einen – wie sollte es auch anders sein – T1 Campingwagen, allerdings ohne Vorgartenmarkise. Nach meiner Hochzeit ging es mit dem Hippie-Wohnwagen natürlich gleich in die Flitterwochen und 9 Monate später kam mein erster Sohn zur Welt.  Also, auch wenn mein Neffe nicht mit dem Caravan, sondern mit dem Elektroauto in die Flitterwochen fährt, werden sie bestimmt ihren Spaß haben. 

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